Start der Tarifverhandlungen: NGG fordert 230 Euro mehr Lohn im Gastgewerbe Weser-Ems und auf den ostfriesische Inseln

Am Dienstag, den 11. Dezember starten in Oldenburg die Tarifverhandlungen für die die rund 27.000 Beschäftigten im Hotel- und Gaststättengewerbe Weser-Ems und den 4.500 Beschäftigten auf den ostfriesischen Inseln. Die Gewerkschaft NGG fordert eine Erhöhung der Entgelte um 230 Euro und eine deutliche Anhebung der Ausbildungsvergütungen.

Christian Wechselbaum, zuständiger Gewerkschaftssekretär erklärt hierzu: „Wir erleben mit dem Weihnachtsgeschäft gerade das Finale eines weiteren Rekordjahres im hiesigen Gastgewerbe. Der Tourismus boomt ohne Unterbrechung. Gleichzeitig herrscht in der Branche ein flächendeckender Personalmangel der existenzbedrohende Ausmaße angenommen hat. Wir erwarten von den Arbeitgebern, dass die Leistung der Beschäftigten gewürdigt wird und wir gemeinsam einen Schritt zu einem attraktiveren Branchenimage gehen. Dazu brauchen wir eine deutliche Lohnerhöhung und eine Verbesserung der Ausbildungsbedingungen.“

Die Gewerkschaft NGG rechnet mit schwierigen Tarifverhandlungen. Hintergrund sind die drei unterschiedlichen Tarifgebiete für das Gastgewerbe in Niedersachsen, welche die NGG aneinander angleichen will.

Wechselbaum weiter: „Wir wollen der Attraktivität des Gastgewerbes in unserer Region einen echten Schub geben. Mit der Umsetzung unserer Forderung nach 230 Euro mehr, würden wir die Löhne für ausgelernte Fachkräfte im Gebiet Weser-Ems auf Landesniveau anheben. Gleichzeitig hätten wir den Effekt, dass es hierdurch erstmals einen Zuschlag für die Arbeit auf den ostfriesischen Inseln gäbe. Es ist völlig schleierhaft, warum eine Hotelfachfrau auf Norderney weniger verdient als auf dem Festland gegenüber.“

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