Medirest darf Norddeicher Betriebsrätin nicht kündigen

Dr. Becker Klinik und Caterer Medirest scheitern vor dem Arbeitsgericht Emden

Die von einer außerordentlichen Kündigung bedrohte Betriebsrätin des Catering-Unternehmens Medirest aus Norddeich hat vor dem Arbeitsgericht Emden einen weiteren Erfolg erlangt. Das Gericht bewertete den Widerspruch des Betriebsrates zur beabsichtigten Kündigung als rechtmäßig. Derweil übt die Gewerkschaft NGG scharfe Kritik an der Dr. Becker Klinikgruppe.

Christian Wechselbaum, zuständiger Gewerkschaftssekretär für die Gewerkschaft NGG, Region Oldenburg/Ostfriesland erklärt hierzu: „Wir freuen uns, dass das Gericht unsere Rechtsauffassung bestätigt hat. Denn die Situation ist und bleibt sehr belastend für die Kollegin. Aber auch vor dem Arbeitsgericht konnte Medirest nicht darlegen, was Schlimmes vorgefallen sein sollte, weswegen man sie außerordentlich kündigen müsste.“

Scharfe Kritik übt die NGG nach der Gerichtsverhandlung gegenüber der Dr. Becker Klinikgruppe. Vor Gericht wurde öffentlich bekannt, dass die Klinikgruppe schriftlich droht, den Dienstleistungsvertrag mit Medirest zu kündigen, falls die Betriebsrätin wieder im Betrieb eingesetzt werden sollte.

Wechselbaum weiter: „Was die Dr. Becker Klinikgruppe hier abzieht ist eine skandalöse Show auf dem Rücken der Kollegin. Ganz offensichtlich wird hier gemeinsam versucht, den Betriebsrat und eine unbequeme Kollegin klein zu kriegen. Denn selbst im Fall einer Kündigung des Dienstleistungsvertrages würde die Kollegin sofort Mitarbeiterin der Beckerklinik oder eines neuen Cateringunternehmens. Das regelt der Betriebsübergang im Bürgerlichen Gesetzbuch. Wir werden den Betriebsrat und die Kollegin weiterhin in der Durchsetzung ihrer Rechte unterstützen.“

Ein Ende des Rechtsstreits ist noch nicht in Sicht. Offen ist, wann und wie die Kollegin ihre Arbeit wiederaufnehmen kann. Diese Frage wird voraussichtlich das Landesarbeitsgericht beschäftigen.

 

Du arbeitest bei Medirest? Hier kannst du online Gewerkschaftsmitglied werden. Denn nur wenn wir auch in der Zukunft weiterhin viele Mitglieder haben, werden wir in der Lage sein uns für gute Arbeitsbedingungen einzusetzen.