NGG kritisiert DEHOGA-Austritt der Upstalsboom Hotels in Schillig und Emden

Mitgliedschaft des Upstalsboom Parkhotel Emden und des Upstalsboom Hotel am Strand in Schillig/Friesland endet am 31.12.2018. Die Fortführung der bestehenden Tarifverträge ist unklar. NGG spricht von fataler Signalwirkung für das Gastgewerbe.

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Matthias Brümmer, Geschäftsführer der NGG Oldenburg/Ostfriesland kritisiert diese einseitige Unternehmensentscheidung: „Der Austritt aus dem DEHOGA der beiden Häuser ist sowohl für die Beschäftigten als auch für die Branche eine schlechte Nachricht. Für die Beschäftigten bedeutet der Verbandsaustritt eine große Unsicherheit. Es ist völlig unklar, ob zukünftig sämtliche Regelungen aus den Tarifverträgen in den Hotels noch zu Anwendung kommen werden. Tarifflucht hat nach unserer Erfahrung noch nie zu besseren Arbeitsbedingungen geführt. Wir sehen keinen Grund, warum das hier anders sein sollte.“

Die Gewerkschaft NGG hat in dieser Woche in beiden Hotels Infoveranstaltungen durchgeführt um die Beschäftigten über die Auswirkungen des DEHOGA-Austritts zu informieren. Da es ab dem 01.01.2019 keine verbindliche Bestimmung zur Fortführung der Tarifverträge gibt, ruft die NGG alle Beschäftigten auf bis spätestens 31.12.2018 Mitglied in der Gewerkschaft NGG zu werden. Gemäß Tarifvertragsgesetz greift dann die so genannte „Nachbindung“. Die aktuell geltenden tariflichen Bestimmungen bleiben in diesem Fall für Mitglieder der Gewerkschaft NGG wirksam, unabhängig von einer Mitgliedschaft des Arbeitgebers im DEHOGA.

„Für das Hotel- und Gaststättengewerbe hat der Austritt der beiden Hotels eine fatale Signalwirkung. Der gemeinsame Flächentarifvertrag hat die Aufgabe Mindestbedingungen festzulegen, die für alle Arbeitgeber gelten. Wenn insbesondere renommierte Hotels wie das Upstalsboom Tarifflucht begehen, dann führt das zu einer weiteren Schwächung des Tarifsystems. Dabei ist klar, dass die Branche durch gute und flächendeckende Tarifverträge gestärkt werden muss. Gute Arbeitsbedingungen durch Tarifverträge sind ein zentraler Punkt um wieder mehr Menschen für die Arbeit in der Branche zu motivieren und den Fachkräftebedarf für die Zukunft zu sichern. Wir appellieren daher an die Geschäftsführung diesen Schritt nochmals zu überdenken“, erklärte Brümmer weiter.

Du arbeitest im Upstalsboom oder im Gastgewerbe? Hier kannst du online Gewerkschaftsmitglied werden. Denn nur wenn wir auch in der Zukunft weiterhin viele Mitglieder haben, werden wir in der Lage sein uns für gute Arbeitsbedingungen einzusetzen.