Kennst Du deine Rechte als 450-Euro-Jobber?

In Bäckerei-Filialen arbeiten viele KollegInnen als Aushilfskraft auf 450-Euro-Basis. Häufig wird angenommen, dass diese Beschäftigten weniger Rechte haben als andere. Diese Vermutung ist falsch!

©Nestor Rizhniak—shuttertsock

Wer auf 450-Euro-Basis arbeitet, gilt als  „geringfügig Beschäftigter“. Hierbei handelt es sich um eine Teilzeitbeschäftigung mit einem Sonderstatus bei Steuern und Versicherungen. Arbeitsrechtlich ändert sich jedoch fast nichts.

Die wichtigsten Rechte, die 450-Euro-Jobber in Bäckerei-Filialen kennen sollten:

1. Es gelten die Stundenlöhne aus dem Tarifvertrag für das Bäckerhandwerk. Eine Bezahlung nach dem gesetzlichen Mindestlohn ist in der Regel nicht ausreichend, da die meisten Bäckereien Mitglied in der Bäckerinnung sind. In diesen Betrieben gilt der Tarifvertrag.

  • Ungelerntes Personal: 9,58 € - 11,52 €
  • Fachverkäuferinnen: 10,39 € - 11,52 €

2. Die maximale monatliche Arbeitszeit beträgt somit 47 Stunden, wöchentlich 11 Stunden.

3. Laut Bundesurlaubgesetz haben auch 450-Euro-Kräfte das Recht auf vier Wochen bezahlten Urlaub.

4. Ebenfalls regelt das Entgeltfortzahlungsgesetz, dass man einen Anspruch auf Bezahlung im Krankheitsfall hat.

5. Man kann nicht einfach so entlassen werden. Die gesetzlichen Kündigungsfristen gelten auch für Aushilfen.

 

Unsere Empfehlung an euch:

Gerade 450-Euro-Kräfte profitieren besonders von einer Mitgliedschaft. Für nur 4,50 Euro im Monat sichert man sich alle Mitgliedsvorteile, inklusive Rechtsschutz.

Gewerkschaftsmitglieder können ihren Arbeitsvertrag und ihre Entgeltabrechnung kostenlos überprüfen lassen! 

Wichtig: Die Mitgliedschaft wird immer vertraulich behandelt.

 

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