Gutes Essen gehört in Lehrpläne und Schulkantinen

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Deutsch, Mathe, Bio – und demnächst auch Ernährung: Die Schulen in der Region Oldenburg/Ostfriesland sollen ein neues Unterrichtsfach bekommen – „Gesunde Ernährung".

Geht es nach dem Willen der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), dann steht demnächst das „kleine Einmaleins des Essens" auf dem Stundenplan. Schüler sollen im Unterricht mehr darüber erfahren, was in den Lebensmitteln ist. „Aber auch, was dahinter steckt: Wie Käse produziert wird. Welchen Nährwert Joghurt hat. Und wer mit welcher Technik Schokolade oder Würstchen herstellt", sagt Christian Wechselbaum.

Der Gewerkschaftssekretär der NGG Oldenburg/Ostfriesland plädiert außerdem für besondere Qualitätsstandards beim Essen in Schulkantinen. Hierfür sollte künftig eine günstigere Mehrwertsteuer von sieben Prozent gelten. Bisher liegt die Abgabe darauf bei 19 Prozent – genauso hoch wie im Fastfood-Restaurant.

„Zu wissen, woher das Essen kommt und unter welchen Bedingungen es produziert wird – das ist für Kinder und Erwachsene wichtig", so Wechselbaum. Ein Schulfach Ernährung solle insbesondere für die Wertschätzung von Lebensmitteln sorgen. Wer selbst schon einmal ein Brot gebacken oder einen fleischverarbeitenden Betrieb besichtigt habe, der ernähre sich bewusster, betont Wechselbaum. „Gleichzeitig müssen Kinder aber auch lernen, dass faire Arbeitsbedingungen eine Voraussetzung für gutes Essen sind. Dazu gehört, dass Jobs durch Tarifverträge geschützt werden."

Mit Blick auf das Kantinenessen stellt der Gewerkschafter fest: „Viele Eltern in unserer Region können beim Essensgeld keine großen Sprünge machen. Dabei geben sich die Schulen Mühe, preiswert und gesund zu kochen." Mit einem ermäßigten Mehrwertsteuersatz, so die NGG, lasse sich der Preisdruck deutlich senken. „Dann kommen auch Blattspinat oder Bioschnitzel häufiger auf den Tisch."