Du arbeitest in Nachtschicht? Dann solltest Du dieses neue Urteil des Bundesarbeitsgerichts kennen.

©FXQuadro - shutterstock

Wer Nachts arbeitet hat laut Arbeitszeitgesetz einen Anspruch auf einen Ausgleich in Freizeit oder als Nachtzuschlag. Solche Nachtzuschläge sind in der Regel zwischen Arbeitgeber und Gewerkschaft im  Manteltarifvertrag geregelt.

Das Bundesarbeitsgericht hat sich 2018 mit der Zulässigkeit von tariflichen Nachtzuschlägen befasst. Dabei hat das Bundesarbeitsgericht eine weitreichende Entscheidung zugunsten vieler Beschäftigten getroffen (BAG v. 21.3.2018 10 AZR 34/17):  

  • Tarifverträgen dürfen keine unterschiedlichen Zuschläge für Nachtarbeit und Nachtschichtarbeit vorsehen. Solche Regelungen stellen NachtschichtarbeiterInnen „gleichheitswidrig schlechter“. 

  • Geringere Nachtzuschläge für SchichtarbeiterInnen sind unzulässig. Beschäftigte, die in Nachtschicht arbeiten, haben Anspruch auf den jeweils geltenden, höheren tariflichen Zuschlag!

In vielen Tarifverträgen gibt es unterschiedlich geregelte Zuschlägen für Nachtarbeit und Nachtschichtarbeit. Diese Regelungen sind jetzt nicht mehr zulässig. Beschäftigte in Nachtschicht, die unter einen solchen Tarifvertrag fallen, haben also einen direkten Anspruch auf den höheren Zuschlag für Nachtarbeit.

Unklar ist, ob dieses Urteil auch auf andere Zuschläge angewendet werden kann. Auch wurde vom Bundesarbeitsgericht nicht entschieden ist, ob dieses Urteil Auswirkungen auf die Gewährung von Schichtfreizeiten hat.

Du willst den höheren Nachtzuschlag durchsetzen?

Dann setz dich mit unserem NGG-Büro in Verbindung. Die Gewerkschaft NGG wird allen Mitgliedern Rechtsschutz gewähren, damit sie den besseren Zuschlag erhalten.

 

Unser Flyer "Nachtschichtzuschläge" zum Ausdrucken