Der Weidemarkgefällige „Sögeler Weg“ ist restlos gescheitert

Wegen der jüngsten Vorwürfe der Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG), Region Oldenburg/Ostfriesland und dem DGB-Projekt „Faire Mobilität“ gegen einen Subunternehmer beim Schlachthof Weidemark in Sögel, hat der Bürgermeister Günther Wigbers (CDU) erklärt, dass er zu einem „Runden Tisch“ einladen will. Ob er die Gewerkschaft NGG einladen wird, wisse er noch nicht.

Der Geschäftsführer der Gewerkschaft NGG Matthias Brümmer dazu: „Wir machen es dem Bürgermeister leicht und erklären, dass wir einer solchen Einladung nicht folgen werden. Wir haben in der Vergangenheit schon den „Sögeler Weg“ abgelehnt, weil er unserer elementaren Grundforderung, nämlich endlich Abkehr von der Methode Werkverträge zu nehmen, widerspricht. Herr Wigbers stellt im „Sögeler Weg“ den Einsatz von Subunternehmen als unumgänglich vor und wir wollen, dass die Kolleginnen und Kollegen direkt bei Weidemark eingestellt werden.“

Brümmer weiter: „Immer wieder tauchen massive Schwierigkeiten bei den Subunternehmen von Weidemark auf. Trotz des Einsatzes eines von den Arbeitgebern finanzierten Beratungsbüros, eines runden Tisches und dem persönlichen Einsatzes des Bürgermeisters müssen wir erkennen, dass sich fast nichts verbessert hat. Für uns ist der Weidemarkgefällige „Sögeler Weg“ restlos gescheitert.“

„Herr Wigbers hat das wohl noch nicht erkannt und kämpft weiter gegen Windmühlen, weil er sich mit seiner einseitigen Positionierung politisch sehr weit aus dem Fenster gelehnt hat. Für uns ist die Vorgehensweise des Sögelers Bürgermeisters nicht nachzuvollziehen. Wir hätten uns einen neutralen Weg und nicht diese unter dem Teppichkehrerei gewünscht. Es wird immer nur reagiert, wenn Vorwürfe laut werden. Die Thematik Werkverträge in der jetzigen Form muss aber endlich an den Wurzeln gepackt werden“, so Brümmer.