Tarifverhandlungen im Bäckerhandwerk: Angebot über Erhöhung von 2,8% abgelehnt...

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…. wie, jetzt wirklich? Die Arbeitgeber bieten 2,8% für den Verkauf und 2,3% für Produktion und Fahrer und die NGG-Tarifkommission lehnt das ab? Auf was warten die denn noch?

Auf ein gutes Angebot, das den Namen verdient. Denn in Wahrheit war das nur ein Magerangebot. Der Tarifvertrag ist zu Ende Februar 2018 gekündigt worden und die Erhöhung sollte erst fünf Monate später starten und über einen sehr langen Zeitraum gestreckt werden (bis zum 31.01.2020). Da sind die zunächst interessant wirkenden Zahlen dann schon deutlich weniger Wert.

Ein Beispiel: 

  • Eine ungelernte Verkäuferin bekäme für die Monate März bis Juli 2018 keine Lohnerhöhung. Ab August bekäme sie zwar 45 Euro mehr - das soll dann aber bis Ende Januar 2020 reichen. Das sind im Volumen, also auf die kompletten 23 Monate gerechnet, statt der 2,8% in Wahrheit nur noch 1,46% für die kompletten 23 Monate (März 2018 - Januar 2020).

 

Für die Beschäftigten in der Produktion, die Fahrer und Reinigungskräfte sieht die Rechnung noch ein bisschen schlechter aus, denn die sollen mit 2,3% für lange 23 Monate auskommen. Einziger Lichtblick: Die Gehälter der kaufmännischen Beschäftigten sollen denen der Fachverkäuferinnen angepasst werden (...unsere Forderung, auf diesem Weg weiterzumachen und die Gehälter der Fachverkäuferinnen denen der Gesellen in der Produktion anzupassen, wurde allerdings abgelehnt …..)

Die Verhandlungen werden am 13. August fortgesetzt.

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Hier kannst du das Flugblatt zur Tarifverhandlung ausdrucken.